Online Backups

Das Online Backup ist eine Datensicherung, die über das Internet durchgeführt wird. Auf Datenspeichern von einem Internetdienstanbieter werden diese in dem Rechenzentrum gespeichert. Der Anwender wird durch das Verfahren entlastet und muss sich nicht selber einen zuverlässigen Datenspeicher holen, diesen dann regemäßig prüfen, verwalten und ihn auch sichern vor Verlust.

Vorgehen
Nach der Anmeldung bekommt der Kunden einen Benutzernamen sowie ein Kennwort um Zugang zu erhalten zur Datensicherung. Der Internetzugang ist die technische Voraussetzung dazu. Eine sichere Verschlüsselung sollte gewährleistet sein für die Datensicherung oder auch für den Upload von einer Webseite, damit die Daten auch geschützt sind vor fremden Zugriffen. Da die Übertragungsrate der Internetzugänge meistens nur ein Bruchteil von den Laufwerken sowie auch den Local Area Networks ist, ist die Software in der Lage eine Datenkompression zu machen soweit diese gemacht werden kann. Daten die bereits komprimiert gespeichert wurden, wie beispielsweise Daten in den Dateiformaten JPEG, ZIP, MP3 oder MPEG können kaum weiter komprimiert werden.

Pro Stunde können über einen Internetzugang, dessen Datenübertragungsrate 1 Mbit/s beträgt, theoretisch 450 MB übertragen werden bzw. 10,5 GB am Tag. Diese Übertragungsrate findet sich zum Beispiel bei ADSL 6000. Bei schnelleren Internet-Zugängen, wie beispielsweise via VDSL sind auch höhere Datenübertragungsgeschwindigkeiten möglich. Manche Dienstleister bieten ihren Kunden an, mit einer Festplatte auf dem Postweg größere Datenmengen auszutauschen.
Die Bedeutung der inkrementellen Datensicherung

Eine besondere Bedeutung hat das Verfahren der inkrementellen Datensicherung aufgrund der recht niedrigen Datenübertragungsrate. Bei dieser können nur geänderte und neue Daten kopiert werden. Manche der Anbieter durchsuchen mit Hilfe ihrer Software Dateien nach Teilen, die geändert wurden und übertragen dann nur die Datenblöcke, die verändert wurden an den Datenspeicher.

Manche erkennen auch wenn die Datei lediglich umbenannt wurde und diese wird dann nicht neu übertragen. Nicht immer können umbenannte Dateiordner sowie verschobene Dateien wiedererkannt werden. Dadurch kann es zu erneuten Datenübertragungen kommen.
Manche der Lösungen, wie Livedrive, Sugarsync, Fabasoft, Folio Cloud, Dropbox oder auch Recovery Guard haben Angebote, wie beispielsweise eine Datenverschlüsselung auf dem Server, an bestimmte andere Nutzer oder Nutzergruppen eine Vergabe von den Datei-Zugriffsrechten sowie auf mehreren Servern eine Replikation von Daten und im Bereich Änderungen eine Versionskontrolle.

Dadurch werden ähnliche Eigenschaften erreicht wie die von den sogenannten verteilten Dateisystemen. Besteht eine Einschränkung beim Zugriff überschneidet sich zum Teil die Funktionalität von der Software mit der des Filesharing.

Lösungen in Deutschland
Manche der Lösungen, beispielsweise netzdrive haben ihre Struktur nur in Deutschland. Daher unterliegt der gesamte Datenverkehr den Datenschutzgesetzen Deutschlands. Dies hat eine zusätzliche Sicherung zur Folge bei nicht autorisierten Zugriffen. Es gibt nur ein paar Lösungen darüber hinaus, die eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbieten. Durch diese werden bereits lokale Daten verschlüsselt auf dem eigenen Rechner und sind bereits auf dem zum Server sicher verschlüsselt.